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Liturgisches
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Verschiedene Gebete | Teil 2            
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Gottes Wagnis
mit mir
Zauberwort
"Freiheit",
das meinen
Gedanken Flügel verleiht.
Frei sein von
Zwängen und unliebsamen Pflichten,
frei sein von Bevormundung
und Bindung an Autoritäten,
frei sein von
Müssen und Sollen.
Frei sein ...
Die Flügel
meiner Freiheit tragen mich weit:
weg von hier -
doch wohin?
Frei sein, Neues
anzupacken,
frei sein,
Ordnung, Freiraum zu stiften,
frei sein, mich
in Dienst nehmen zu lassen.
Frei sein von
mir, frei sein für andere.
Frei sein ...
Zur Freiheit bin
ich befreit - durch Christus,
zur Freiheit, ja
oder nein zu sagen - auch zu ihm.
Zur
Verantwortung meiner Freiheit bin ich befreit,
zum Tun meiner Freiheit
- in Liebe.
Freiheit,
das ist Gottes Wagnis mit mir.
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Unmittelbarkeit
Herr, du bist
immer da.
Hab Dank dafür.
Bewahre uns
davor,
dich auf
bestimmte Erwartungen festzulegen.
Du bist der
heilige und souveräne Gott,
dessen Liebe so
weit ist wie der Himmel.
Du willst, dass
wir in dir ruhen.
In deiner Nähe
zu verweilen,
Herr, das ist
Gnade.
Gib uns
Gelassenheit
mitten im
Strömen der Zeit,
in den Pflichten
des Alltags.
Schenke uns
Heimat an deinen Altären
in der Unruhe
unserer Tage.
Groß sind deine
Geheimnisse,
unausforschbar
deine Wunder,
voller Güte
die Erfahrung
deiner Gegenwart
Paul Toaspern
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Dass du mich
siehst
Ich hab mich
wieder mal blamiert bis auf die Knochen;
es war nicht so
gemeint, doch jeder hat gelacht.
Am liebsten
hätte ich mich irgendwo verkrochen,
am liebsten
einen großen Bogen um mich selbst gemacht.
Sie gingen alle
fort - ich kann nichts mehr erklären,
komm mir
erbärmlich vor als unverdienter Tor.
Dass du mich
siehst, dass du weißt, wie ich's meine,
das ist mein
Trost, wenn sich alles verschließt.
Herr, das stellt
mich wieder neu auf die Beine -
dass du mich
siehst.
Es geht mir
selbst ja so, dass ich mich nicht bemühe
zu sehn, was
einer mühsam nur in Worte fasst,
dass ich zu
Anfang meine kurzen Schlüsse ziehe
und dass ich
warte, bis sein Bild in meinen Rahmen passt.
Doch du siehst
ihn wie mich -
du nimmst dir
Zeit für jeden.
Du siehst, was
einer zeigt, und siehst, warum er schweigt.
Dass du mich
siehst, dass du weißt, wie ich's meine,
hilf mir, den anderen
besser zu verstehn.
Was er auch
denkt, gib mir Augen wie deine,
um es zu sehn.
Manfred Siebald
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Eine Hand,
die mich führt
Ich bin in diese
Welt hineingeboren und muss mit ihr fertigwerden. Mit meinen Fragen und Problemen
bin ich allein. Ich suche Hilfe zu ihrer Bewältigung, einen Halt, eine
gültige Aussage, nach der ich mein Leben einrichten kann, so dass es gut
wird. Ich suche eine Hand, die mich führt.
Du Herr, bietest
mir deine Hand an.
Aber du hast
manchmal so seltsame Wege,
zu denen meine
Verstand nicht ja sagen will.
Wege, die mir
unbequem erscheinen.
Oft erkenne ich
deinen Weg auch nicht,
tappe im Dunkel
und denke dann,
ich müsste die
Dinge selbst in die Hand nehmen.
Wie kläglich bin
ich das schon gescheitert!
Die Bibel sagt,
dass du das Beste für mich willst,
dass du einen
Plan für meinen Lebensweg hast.
Wenn ich nur das
Vertrauen hätte,
dir mein ganzes
Leben zu übergeben
um mich unter
deinen Willen zu stellen!
Gott sei mir
gnädig nach deiner Güte!
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Herr, hilf!
Herr, hilf,
dass ich mein
Leben und meine Gaben zum Guten
und nicht zum
Schlechten benutze,
dass meine Hände
nicht zerstören,
sonder aufbauen,
dass meine Worte
nicht verletzen,
sondern Mut
machen,
dass ich meine
Talente
nicht nur zu
meiner eigenen Ehre einsetze,
sondern zur
Freude für mich und andere,
dass ich mein
Geld richtig verwende,
dass ich Liebe
weitergebe.
Herr, hilf,
dass du dich an
meinem Leben freuen kannst.
Rainer Haak
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Du bist meine
wahre Freude
Jesus, du bist meine
Freude!
Die leiblichen
Freuden befriedigen meine Sinne.
Die Freuden des
Geistes erheben das Gemüt.
Die Erfüllung
meiner Wünsche beglückt mein Herz.
Aber nichts von
alledem, o Jesus,
gibt mir voll
und wirkliche Freude.
Mitten in meinem
häuslichen Glück fehlt mir etwas.
Umgeben von Ruhm
und öffentlicher Anerkennung
fühle ich die
Leere meines Herzens.
Jesus, an allem
habe ich Wohlgefallen,
aber die Freude,
die du mir geben kannst,
stellt dies
alles weit in den Schatten.
Du bist meine
wahre Freude!
Bei dir und in
deiner Gemeinschaft verlieren
die Freuden der
Familie und der Freundschaft
und die Genüsse
des Geistes ihre Hohlheit,
und ich verliere
mich in deiner Freude.
Jesus, bleibe
mir ganz nahe!
Denn ohne dich
verdorrt mein Leben.
M.A. Thomas
(Indien)
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Gib deinen
Frieden
Herr,
hilf uns, unsere
Waffen abzulegen:
die scharfen
Worte,
die bösen
Blicke,
die verletzende
Sprache,
die giftigen
Angriffe,
die lärmende
Überheblichkeit,
das erdrückende
Kraftprotzen,
die
atemberaubenden Frechheiten,
den beißenden
Spott
und all das,
womit wir sonst
den täglichen
Kleinkrieg führen.
Herr, gib deinen
Frieden
hinein in unsere
Sprache,
in unsere
Blicke,
in unsere Hände
und Füße,
in unseren
Intellekt,
in unsere
Phantasie,
in unser Herz.
Amen.
Ruth Rau
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Herr, unser
Gott, dein ist die Zeit dieser Welt, die Zeit unseres Lebens, die Zeit
dieses Tages. Wir danken dir für allen Frieden, den du uns zu deiner Zeit
gibst und für diesen Tag bereithältst.
Wir bitten dich,
lass deine Herrschaft über allen aufleuchten, die heute mit der
Finsternis der Angst in ihren Sinnen und Gedanken zu kämpfen haben. Nimm
dich derer an, die ohne Hoffnung oder ratlos sind und dennoch zu dir
gehören.
Wir bitten dich,
gehe denen entgegen, die dich suchen, und führe sie in deine Gegenwart.
Lass sie im Vertrauen auf dich ruhig und gelassen bleiben bei allen
Schwierigkeiten und Problemen, die sich vor ihnen auftürmen. Erneure
unseren Sinn, reinige und stärke uns. Leite unser Herz und unsere Gedanken,
dass unsere Ziele mit deinen übereinstimmen.
Herr, deine Güte
reicht, soweit der Himmel ist, und deine Treue, so weit die Wolken gehen.
Dank sei dir für deine Macht und Güte. Amen.
Jörg Zink
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Das Lied von
Gottes Geist
Komme,
geheimnisvoller Atem,
leiser,
zärtlicher Wind,
hauche uns an,
damit wir leben,
ohne dich sind
wir tot!
Komme, in Feuer
und in Flammen,
zünd uns an wie
ein Licht,
mache uns
trunken von der Liebe,
wir sind starr,
tau uns auf!
Komme, Erfinder
neuer Sprachen,
gieß dich aus über
uns,
rede in uns mit
neuen Zungen,
komm, begeistere
uns!
Komme, du
Tröster aller Müden,
Stille mitten im
Lärm,
in den Terminen
schaff und Pausen,
lass uns
ausruhen in dir!
Komme vom Vater
und vom Sohne,
komm, du
schaffende Kraft,
mache uns neu,
und unsere Erde
hat ein neues
Gesicht.
Lothar Zenetti
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