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Hüttentouren
in den Alpen: Verwall 2003
Wasserreiche Steilhänge, Jöcher und Steinböcke zwischen 2000
und 3000m.
Tourenverlauf
28.7.-3.8.2003
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Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Zug
bis Landeck, dann Bus Richtung Galtür/ Bieler Höhe. Der Bus fährt über das
Zeinisjoch.
Zeinisjoch (1820m) – Heilbronner Hütte (2308m)
Charakter: Aufstieg teils über eine Schotterstraße, teils auf kleinem
Pfad. Auf der Schotterstraße viele Biker. Die Heilbronner Hütte liegt auf
einer beliebten Durchquerungsroute für Mountainbiker. Das hat starken
Einfluss auf das Hüttenflair.
Hüttenwertung: ** - warmes Wasser/
kostenlose Dusche.
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ì 500 Hm î 0 Hm
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2 h
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Heilbronner Hütte (2308m) Friedrichshafener
Weg bzw. abweichend über Vertineskopf (2685m) und Vertinespleiskopf (2706m)
sowie Schafbüheljoch (2636m) zur Friedrichshafener
Hütte (2138m)
Charakter:
Sehr schöne, aber relativ kurze Hüttenverbindung, die
durch die Überschreitung des Vertinespleiskopf
etwas ausgedehnt werden kann. Entgegen der Angaben im Verwall-Führer,
finden sich kaum Steinmänner, dafür aber ausgiebige rote Markierungen.
Abgesehen von einer kleinen Steilstufe unterhalb des Vertineskopfes ist die Route als nicht
besonders schwierig zu bezeichnen. Lohnt sich sehr.
Hüttenwertung:
**** - urig, schön gemacht, nette Wirtsleute
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ì 850 Hm î 820 Hm
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4 ¾ h
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Friedrichshafener Hütte (2138m) über Schafbüheljoch
(2636m) ins Fasultal. Kurz vor der Konstanzer Hütte ab 1755m über das
Kuchenjoch (2730m) zur Darmstädter Hütte
(2384m)
Charakter:
Aufgrund des warmen Sommers wurde von der Begehung des
Ludwig-Dürr-Weges abgeraten, die Gletscher
sind nur mit Steigeisen und am Seil zu überqueren (Blankeis). Auch von der
Alternative auf dem Notabstieg Richtung Ischgl und erneutem Anstieg zur Doppelkarscharte wurde ernsthaft abgeraten.
Daher also der erneute Aufstieg zum Schafbüheljoch. Vor dem Erreichen der
Fahrstraße ist auch der Weg durch das Fasultal
genussreich, wenngleich lang. Der Aufstieg auf das Kuchenjoch ist steil aber unkompliziert. Hingegen birgt
der Abstieg zur Darmstädter Hütte eine drahtseilgesicherte Passage.
Hüttenwertung:
***** - sehr gemütlich, urig, ausgesprochen nette Wirtsleute, sehr gute
Gulaschsuppe
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ì 1500 Hm î 1450 Hm
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6 ¾ h
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Darmstädter Hütte (2384m) auf dem
Hoppe-Seyler-Weg über Schneidjöchl (2841m) und Kieler Wetterhütte (2800m)
zur Niederelbehütte
(2310m) und kurz vorher noch zum Kappler Köpfl (2404m) (30 min hin und
zurück).
Charakter:
Anspruchsvolle und außerordentlich schöne Etappe. Nicht nur der steile
Anstieg zum Schneidjöchl über
Schutt- und Blockhänge, sondern auch Passagen unterhalb der Kieler Wetterhütte fordern Trittsicherheit und
Schwindelfreiheit. Dafür kann man mit etwas Glück einen Steinbock sehen.
Hüttenwertung:
** - wenig altes Hüttenflair, dafür preiswert. Warmes Wasser.
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ì 900 Hm î 970 Hm
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5 ¾ h
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Niederelbehütte (2310m) über Kieler Weg und
Riffler Weg durch die Schmalzgrubenscharte (2650m) vorbei am
Schmalzgrubensee zur Edmund-Graf-Hütte
(2408m)
Anschließend
Gipfelbesteigung Hoher Riffler (3168m)
Charakter:
teils beeinträchtigt durch die Querung des Kappler
Skigebietes. Das wird wieder wettgemacht durch den herrlichen Schmalzgrubensee und die wunderbare Lage der
Hütte.
Der Hohe Riffler zeichnet sich durch langen sehr steilen
Anstieg im Schuttkar aus – im Aufstieg sehr ermüdend, im Abstieg allerdings
relativ schnell überwunden. Oben grandioser Blick über Verwall, Lechtaler
Alpen und Samnaun-Gruppe.
In
der Hüttenumgebung residiert eine ganze Steinbockherde.
Hüttenwertung:
**** - relativ gemütlich, kleine Lagereinheiten, freundliche Wirtsleute,
Wasserrad und kleine Kapelle.
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ì 470 Hm î 370 Hm
ì 800 Hm î 800 Hm
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3 ½ h
3 h
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Edmund-Graf-Hütte (2408m) über Kappler Jöchl
(2685m) nach Kappl
(1256m)
Charakter: Ab Kappler Jöchl zunächst landschaftlich sehr reizvoll zu den Blankaseen und entlang des Blankabaches in das Blankatal (Blaubeeren!).
Dann anstrengend auf Fahrstraßen, später wieder schöner durch Wald und auf
alten Feldwegen nach bzw. durch das weitgestreckte Kappl.
Rückfahrt mit
Bus nach Landeck, weiter mit Zug.
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ì 300 Hm î 1650 Hm
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3 h
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Karten und Literatur
§
AV-Karte Nr. 28/2 Verwallgruppe (1:25 000): Leider deckt die Karte nicht das ganze Gebiet ab. Im Norden
fehlt der Zugang von St. Anton usw. aus. Im Osten endet das Blatt mit der
Niederelbe-Hütte. Nicht eingezeichnet ist der Notabstieg vom Ludwig-Dürr-Weg
nach Ischgl. Liest sich nicht ganz leicht, hilft aber zu sinnvollen
geografischen Vorstellungen.
§ Kompasskarte Nr. 41 Silvretta, Verwallgruppe (1:50 000): Als Übersichtskarte gerade noch tauglich. Höhenlinien sind nur
im 100m-Abstand eingezeichnet. Man kann sich kein Bild von der
landschaftlichen Wirklichkeit machen. Dafür erschließt sich auch die Umgebung
im Überblick.
§ AV-Führer Verwallgruppe (Bergverlag Rudolf Rother): 9. Auflage
von 1988 – der Führer war zunächst für Sommer 2003
als Neuauflage angekündigt. Inzwischen soll er im Herbst 2004 erscheinen. Er
enthält neben den Hütten und Hüttenverbindungen auch die Verwall-Gipfel mit
Normalwegen und Kletterrouten.
§ Informationen über Busabfahrt, Hütten usw. bei www.publish.at/trekking/index.html
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